Kleine Chronik der GS Füllengarten

 

  

 

 

 

 

Von der Notschule zur modernen Grundschule

 

„Warum habt ihr ein Pferdchen in euerem Schulogo?“ Das ist eine oft gestellte Frage. Nun, die Schule liegt in einem Stadtbezirk, in dem früher die Fohlen (Füllen) der Grafen von Nassau-Saarbrücken aufgezogen wurden. Heute werden dort 194 Schülerinnen und Schüler in 9 Klassen und einem Schulkindergarten unterrichtet.

Den Schulstandort "Füllengarten" gibt es bereits seit dem Jahr 1920. Damals waren fünf Klassen in einer ehemaligen Baracke für Kriegsgefangene untergebracht.

Im Jahr 1927 wurde dann der Neubau der „schönsten und modernsten Schule Saarbrückens mitten im Grünen“ bezogen. Es gab sechs katholische und vier evangelische Klassen. Damals entstanden im Bereich des Füllengarten größere Neubausiedlungen, so dass die Schülerzahlen ständig stiegen. Die Schüler und Schülerinnen wurden damals in Gemeinschaftsschulen unterrichtet. Die Schule hatte zu diesem Zeitpunkt 586 Schülerinnen und Schüler.

Während des Krieges kam es zu starken Beschädigungen an den Schulen Saarbrückens. Das führte dazu, dass alle Burbacher Schulen geschlossen wurden. Im Jahr 1951 verzögerte sich der Schulbeginn durch das Auftreten von Kinderlähmung.

Nach dem Krieg wurden wieder Konfessionsschulen eingeführt, die dann im Jahr 1967 wieder zu Gemeinschaftsschulen wurden.

Nach Bergbauschäden am alten Schulgebäude wurde 1967 mit den Planungen eines neuen Schulgebäudes (der heutigen Füllengartenschule) begonnen. Dieses Gebäude, das im Jahr 1969 fertiggestellt wurde, war für die Klassenstufen 1 bis 6 vorgesehen, wurde aber nicht wie geplant ausgeführt. So fehlt bis heute ein Gebäudeteil, der aus dem offenen Schulgarten einen Artriumhof machen würde. Wie knapp bei Kasse die Stadt Saarbrücken auch schon damals war, zeigt die Tatsache, dass das Lehrerkollegium den Umzug in „Kittelschürzen und Schaffhosen“ selber durchführen musste. 1968 wurde der erste Schulkindergarten im Füllengarten eingerichtet. Schon im Jahr 1970 diskutierten Lehrerinnen und Lehrer mit Vertretern des Kultusministeriums über die Einführung einer Ganztagsschule. Bis in die Achtzigerjahre stiegen die Schülerzahlen kontinuierlich an.

Im Dezember 1994 begannen die Planungen zur Einrichtung einer Ganztagsschule am Nachbarstandort Weyersberg. Im Anschluss daran gab es harte Auseinandersetzungen über die Änderung der Schulbezirksgrenzen und die Angst, dass der Standort Füllengarten „ausbluten“ könnte.

Um eigene Betreuungsmodelle verwirklichen zu können und um den Eltern der Füllengartenschule mehr Gehör zu verschaffen, wurde am 26.6.1997 der Verein zur Förderung der Grundschule Füllengarten gegründet. Im gleichen Jahr richtete der Förderverein eine Nachmittagsbetreuung ein, eine der ersten in Saarbrücken.

Mittlerweile werden die Schüler mit längerem Betreuungsbedarf nach dem Unterricht im Sozialpädagogischen Bereich (GTGS:  Hort täglich bis 18:00 Uhr o. Freitagshort: freitags bis 15:45; FGTS: Kurzes Modell bis 15:00Uhr oder langes Modell bis 17:00Uhr) betreut . Der Träger ist die Landeshauptstadt Saarbrücken.

Seit dem Schuljahr 2014/2015 wandelt sich die Grundschule Füllengarten von der Freiwilligen Ganztagsschule (FGTS) in eine gebundene Ganztagsschule ( GTGS ). Somit werden alle Schulneulinge ab dem Schuljahr 2014/15 Mo-Do Unterricht bis 15:45 haben. Freitags ist der Unterricht verkürzt und findet nur bis 12:35Uhr statt.

Um mehr Platz zu schaffen für die stetig wachsenden Anzahl an Schülern ist ein Anbau in Arbeit, welcher im Sommer 2016 fertig gestellt sein wird.  Dort gibt es dann unter anderem einen größeren Speisesaal um das kostenfreie Mittagessen zu genießen, oder auch neue, modernere und größere Gruppenräume für den sozailpädagogischen Bereich.


Eva Mooq-Quirin

(Schulleitung)